Elektroautos auf den Kanaren: warum die Inseln der ideale Ort für den Umstieg sind
Der Zweifel, der fast alle bremst, ist die Reichweite. Auf den Kanaren erledigt er sich von selbst: An einem normalen Tag fährt man kaum so viele Kilometer, wie eine moderne Batterie hergibt.
Der Einwand, den wir im Autohaus fast täglich hören, ist immer derselbe: „Es gefällt mir, aber ich habe Angst, liegen zu bleiben.“ Auf dem spanischen Festland ist dieser Zweifel berechtigt: Dort ist eine Dienstfahrt schon einmal dreihundert Kilometer lang. Auf den Kanaren verläuft das Gespräch anders, und es lohnt sich zu erklären, warum.
Die Geografie spricht dafür
Gran Canaria misst von Nord nach Süd rund fünfzig Kilometer. Teneriffa, die größte Insel des Archipels, kommt an der längsten Stelle auf etwa achtzig. Ein aktuelles Elektroauto der Mittelklasse schafft zwischen zwei Ladevorgängen in der Praxis deutlich über dreihundert Kilometer. Die meisten Autofahrer auf den Inseln kommen damit eine ganze Woche aus und laden nur nachts zu Hause.
Wichtiger als die Reichweite im Katalog ist das Nutzungsprofil. Wenn Ihre übliche Strecke Las Palmas–Telde oder Santa Cruz–La Laguna heißt, zwingt Sie ein Elektroauto zu keiner Umstellung. Es nimmt Ihnen den wöchentlichen Gang zur Tankstelle ab.
Das Klima hilft mehr, als man denkt
Lithium-Ionen-Akkus verlieren bei Kälte an Leistung. Deshalb kommt dasselbe Auto im Januar in Burgos auf weniger reale Reichweite, als das Datenblatt angibt. Hier gibt es dieses Problem nicht: Die milden Temperaturen halten die Batterie das ganze Jahr über in ihrem Wohlfühlbereich, und die Reichweite im Display liegt sehr viel näher an der versprochenen.
Eine Kehrseite gibt es allerdings schon: die anhaltende Sommerhitze im Süden der Inseln in Verbindung mit häufigem Schnellladen. Beides zerstört keine Batterie, aber man sollte es wissen, wenn ein Auto immer am Schnelllader gehangen hat.
Worauf Sie bei einem gebrauchten Elektroauto achten sollten
Ein gebrauchtes Elektroauto prüft man anders als einen Verbrenner. Es gibt keine Kupplung, keinen Zahnriemen und keinen Auspuff, den die Salzluft angreift. Zu prüfen ist dagegen Folgendes:
Die Batteriegarantie
Die Hersteller decken die Batterie deutlich länger ab als den Rest des Autos, und diese Garantie hängt in der Regel am Fahrzeug, nicht am Halter. Bei einem drei oder vier Jahre alten Auto läuft davon noch ein erheblicher Teil. Prüfen Sie, wie lange noch.
Die maximale Ladeleistung
Von zwei Autos mit derselben Batterie kann das eine doppelt so lange zum Laden brauchen wie das andere. Kaum jemand achtet beim Kauf darauf, und man merkt es jede Woche.
Kabel und Ladegerät
Klingt nebensächlich, ist es aber nicht. Ein ordentliches mobiles Ladegerät und ein Typ-2-Kabel kosten mehrere hundert Euro, wenn man sie einzeln kaufen muss.
Salz, Bergstraßen und der Rest des Insellebens
Das Leben am Meer setzt dem Unterboden jedes Autos zu, ob elektrisch oder nicht. Es lohnt sich, ihn mit derselben Aufmerksamkeit anzusehen wie den Innenraum.
Die Steigungen sind dagegen eine gute Nachricht. Wer vom Teide oder von Artenara herunterfährt, holt über die Rekuperation Ladung in die Batterie zurück. Auf einer Bergtour mit Rückkehr zum Ausgangspunkt überrascht der Nettoverbrauch positiv.
Plug-in-Hybrid: die Zwischenlösung
Wenn Sie häufig mit der Fähre zwischen den Inseln unterwegs sind oder Ihre Gewohnheiten schlicht noch nicht ändern möchten, erledigt ein Plug-in-Hybrid die tägliche Strecke elektrisch und überlässt alles Übrige dem Benzinmotor. Das ist ein durchaus vernünftiger Zwischenschritt, und in unserem Bestand stehen beide Optionen nebeneinander.
Was wir gerade haben
Wir arbeiten vor allem mit gebrauchten Premium-Elektroautos und Tageszulassungen: der Mercedes-Benz EQ-Reihe, den BMW i-Modellen sowie Modellen von Mini, Volkswagen und Porsche. Alle durchlaufen dieselbe Prüfung.
Den verfügbaren Bestand aller drei Autohäuser finden Sie unter Fahrzeuge im Bestand – oder Sie kommen vorbei zu einer Probefahrt. Eine halbe Stunde am Steuer klärt die Frage nach der Reichweite besser als jeder Artikel.